Martin Mühlenweg leitet den Schwerpunkt Angiologie – Internistische Gefäßmedizin an der Universitätsmedizin Halle. Die Angiologie diagnostiziert und behandelt Erkrankungen der Arterien, Venen, Lymphgefäße und Mikrozirkulation und verbindet moderne Gefäßdiagnostik, konservative und interventionelle Therapie, vaskuläre Prävention sowie interdisziplinäre Versorgungskonzepte.
Als Leiter des Interdisziplinären Gefäßzentrums an der Universitätsmedizin Halle fördert und koordiniert er die enge Zusammenarbeit mit Gefäßchirurgie, Radiologie, Angiologie und weiteren Fachbereichen bei der Versorgung komplexer gefäßmedizinischer Krankheitsbilder.
Martin Mühlenweg ist Facharzt für Innere Medizin und Angiologie. Sein klinischer Schwerpunkt liegt auf der konservativen Angiologie mit besonderem Fokus auf vaskulärer Ultraschalldiagnostik, funktioneller Gefäßmedizin, vaskulärer Hämodynamik sowie der differenzierten Beurteilung komplexer Gefäßerkrankungen. Er ist DEGUM zertifizierter Ultraschallexperte der Stufe II für den vaskulären Ultraschall.
Das Medizinstudium absolvierte Martin Mühlenweg an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sowie an der Keele University, Staffordshire, Vereinigtes Königreich. Die Facharztausbildung erfolgte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universitätsmedizin Halle (Saale), wo er auch zum Oberarzt ernannt und mit der Leitung des 2021 gegründeten Interdisziplinären Gefäßzentrums beauftragt wurde. 2024 erfolgte die Übernahme der Leitung des internistischen Schwerpunktes Angiologie an der UMH.
Vor dem Schwerpunktwechsel in die Angiologie beschäftigte sich Martin Mühlenweg mit radiologischen und medizininformatischen Fragestellungen.
Im Rahmen einer wissenschaftlichen Tätigkeit am Allgemeinen Krankenhaus Wien arbeitete er auf dem Gebiet der MR-Sicherheit und klinischer Prozessoptimierung. Die Promotion erfolgte im Bereich der Medizininformatik am Institut für Medizinische Informatik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Zusätzliche Erfahrungen aus dem Bereich der angewandten Physik, Architektur digitaler Informationssysteme sowie strukturierter Informationsintegration prägen bis heute das Interesse an moderner medizinischer Dokumentation, visueller Informationsintegration und kontextorientierten Versorgungskonzepten.
- Oberarzt der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III
- Leiter des Schwerpunktes Angiologie - Internistische Gefäßmedizin
- Leitung der angiologischen Hochschulambulanz
- Leiter des Interdisziplinären Gefäßzentrums an der Universitätsmedizin Halle
- Organisation und Durchführung interdisziplinärer gefäßmedizinischer Fallkonferenzen
- arterielle und venöse Gefäßerkrankungen
- vaskuläre Ultraschalldiagnostik und funktionelle Gefäßmedizin
- funktionelle Gefäßdiagnostik und Hämodynamik
- mikrozirkulatorische Erkrankungen
- vaskuläre Prävention und Früherkennung
- komplexe gefäßmedizinische Krankheitsbilder
- interdisziplinäre Gefäßmedizin
Martin Mühlenweg ist in die studentische Lehre der Universitätsmedizin Halle sowie in die ärztliche und nichtärztliche Weiterbildung eingebunden.
Hierzu gehören unter anderem:
- Hauptvorlesung Innere Medizin: Angiologie
- Vorlesung Innere Medizin für Zahnmediziner
- Unterricht am Patienten und Blockunterricht
- Wahlpflichtfach Interdisziplinäre Gefäßmedizin
- Beteiligung am interdisziplinären Ultraschallkurs
- Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten im Fach Innere Medizin und Angiologie (volle 36 Monate Weiterbildung anerkannt)
- Ausbildung von Angiologieassistentinnen und Angiologieassistenten
- vaskuläre Hämodynamik und funktionelle Ultraschalldiagnostik
- systolische Akzelerationszeit und funktionelle Perfusionsparameter
- hämodynamische Beurteilung komplexer arterieller Gefäßerkrankungen
- funktionelle Gefäßmedizin und Mikrozirkulation
- intraoperative Thromboseprophylaxe mittels intermittierender pneumatischer Kompression
- strukturierte und digitale medizinische Dokumentationskonzepte
- kontextorientierte Visualisierung und Integration medizinischer Informationen
Die Arbeiten stehen in der Tradition der halleschen Angiologie, die durch Max Ratschow wesentlich geprägt wurde und zu den Ursprüngen der deutschen Angiologie zählt.
- Deutsche Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin e.V. (DGA)
- Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM), Arbeitskreis vaskulärer Ultraschall
Eine aktuelle Übersicht der Publikationen, die in PubMed gelistet sind.
Mitentwicklung technischer Normen:
- ÖNorm S 1125 „Sicherheitsbeauftragter für Magnetresonanz-Tomographiegeräte in der medizinischen Diagnostik“, Wien 2010
- DIN 6876 „Betrieb von medizinischen Magnetresonanzsystemen“, Berlin/Frankfurt a.M. 2014
