Kooperationen
Im Verbund des NUM sind alle 37 Universitätskliniken beteiligt. Die Kooperation zwischen den Standorten wechselt je nach Projekt (https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/netzwerkpartner).
Unsere aktuellen Projekte
Das AKTIN-Notaufnahmeregister ist eine bundesweite elektronische Infrastruktur zur Erfassung und Nutzung von Routinedaten aus Notaufnahmen. AKTIN steht dabei für "Aktionsbündnis für Informations- und Kommunikationstechnologie in Intensiv- und Notfallmedizin“. Es wurde von der Universitätsmedizin Magdeburg und dem Institut für Medizinische Informatik der RWTH Aachen entwickelt. Ziel ist die standardisierte, tagesaktuelle und datenschutzkonforme Bereitstellung klinischer Daten für die Gesundheitsberichterstattung, das Qualitätsmanagement und die Versorgungsforschung.
Bereits 2010 entstanden und seit 2020 mit den Projekten AKTIN-EZV, AKTIN@NUM und AKTIN2.0 Teil des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) ist AKTIN seit 2022 fest in die Infrastruktur des NUM integriert. Aktuell gibt es über 90 teilnehmende Notaufnahmen. Zukünftig soll die Infrastruktur im Rahmen des Projektes RAPID („Registry for adult and pediatric intensive care data“) auf die Intensivmedizin ausgeweitet und ein intensivmedizinisches Register aufgebaut werden.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/plattformen/aktin
Projektleiter: Frank Noack
Das Datenintegrationszentrum (DIZ) ist eine Infrastruktur des NUM, welches ursprünglich über die Medizininformatik-Initiative (MII) gefördert wurde. Das DIZ dient dabei als Schnittstelle zwischen klinischer Versorgung und wissenschaftlicher Forschung. Dies umfasst den Austausch und die Nutzung von Daten aus der Krankenversorgung sowie der klinischen und biomedizinischen Forschung über institutionelle und geografische Grenzen hinweg. So können vom DIZ Machbarkeitsanfragen beantwortet und Anträge für Datennutzungsprojekte entgegengenommen werden. Wenn die angefragten Daten durch die lokalen Use and Access Committees freigegeben werden, werden sie den Anfragenden im harmonisierten FHIR-Format zur Verfügung gestellt.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/plattformen/num-diz
Projektleiter: Dr. Daniel Tiller
Projektmitarbeiterin: Dr. Ssuhir Alaid
Die COVID-19-Pandemie zeigte die Notwendigkeit leistungsfähiger, vernetzter und regulierter Infrastrukturen für eine kontinuierliche Überwachung und Bewertung der pandemischen Lage sowie eine schnelle Ableitung von Handlungsempfehlungen. Die NUM Plattform für Surveillance und Rapid Response (NUM-SAR) stärkt die Universitätsmedizin für pandemiebezogene Forschung, Prävention und schnelle Reaktionsfähigkeit. Sie liefert eine einheitliche, datenschutzkonforme Infrastruktur, die Gesundheitsdaten, Erregersurveillance, Immunisierungs- und Klinikdaten verknüpft. Sie stellt dabei Informationen für das Robert-Koch-Institut (RKI), den Öffentlichen Gesundheitsdienst und die Forschung bereit, um zukünftige Pandemien wirksam zu überwachen, zu bewerten und zu bekämpfen.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/plattformen/num-sar
Projektleiter: PD Dr. med. Hauke Felix Wiegand
RACOON (Radiological Cooperative Network) ist eine Infrastruktur des NUMund wurde etabliert, um medizinische Bilddaten schnell und effizient für die Forschung nutzbar zu machen. So wurde eine Plattform geschaffen, durch die sich mono- oder multizentrische Studien mit medizinischen Bilddaten schneller planen, durchführen und auswerten lassen.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/plattformen/racoon
Projektleiter: Prof. Dr. Dr. Walter A. Wohlgemuth
Projektmitarbeiter:innen: Dr. ing. Alexander Gussew und Saskia Körner
Abgeschlossene Projekte
Das von September 2020 bis Dezember 2021 geförderte Projekt CEOsys (COVID-19-Evidenz-Ökosystem) leitete aus nationalen und internationalen wissenschaftlichen Studien zur Prävention, Behandlung und den Folgen von COVID-19 konkrete Handlungsempfehlungen und Leitlinien für Medizin, Politik und die Bevölkerung ab. Dazu gehörte auch die Kommunikation des erarbeiteten Wissens an unterschiedliche Zielgruppen.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/forschung/ceo-sys
Projektleiterin: Prof. Dr. Anke Steckelberg
Das bis Dezember 2022 geförderte Projekt CODEX+ (Collaborative Data Exchange and Usage) hat die mittlerweile in die NUM-Routinedatenplattform (RDP)-Infrastruktur überführte CODEX-Plattform aus der ersten Förderphase um technische und organisatorische Aspekte erweitert und damit eine flexible und erweiterbare Infrastruktur für digitale Lösungen zur Bewältigung der COVID-19 Pandemie und zukünftiger Herausforderungen entwickelt.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/forschung/codex-1
Im bis Dezember 2022 geförderten CODEX+ Monitor-Projekt wurden die täglich gemeldete Routinedaten (Abrechnungsdaten, stationäre Aufnahmen usw.) von SARS-CoV2 infizierten Patienten:innen an den deutschen Universitätskliniken gesammelt und unter datenschutzrechtlichen Voraussetzungen auf dem NUM-Dashboard unter coronadashboard.ukbonn.de zur Verfügung gestellt.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/forschung/codex-monitor
Das Projekt CollPan (Collateral Effects of Pandemics) untersuchte die Kollateraleffekte der Covid-19-Pandemie sowohl in der Allgemeinbevölkerung, als auch innerhalb relevanter gefährdeter Gruppen wie Menschen mit bestehenden Vorerkrankungen (psychische Erkrankungen, Krebserkrankungen und Infektionskrankheiten), pflegende Angehörige oder Mitarbeitende des Gesundheitssystems. Dazu wurde eine bundesweite Plattform aufgebaut, um eine evidenzbasierte und nachhaltige Forschung zu Kollateraleffekten der damals aktuellen Pandemie und für zukünftige Pandemien und Krisen zu etablieren.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/forschung/collpan
Projektleiter: Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk
Projektmitarbeiterin: Dr. Anja Broda
Im Projekt DEFEAT PANDEMIcs (Laufzeit bis Dezember 2021) wurde ein deutschlandweites Obduktionsnetzwerk für den Pandemiefall aufgebaut, um standardisiert Daten und Biomaterialien zu erfassen, zusammenzuführen und zur Auswertung zur Verfügung zu stellen. Darauf aufbauend wurde nach Ende der Laufzeit eine Organisationsstruktur für Autopsien geschaffen, die auf zukünftige Pandemien flächendeckend schnell und koordiniert reagieren kann – das Nationale Obduktionsnetzwerk (NATON), welches seit 2022 innerhalb des NUM fortgeführt wird.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/forschung/defeat-pandemics
Projektleiterin: Prof. Dr. med. Claudia Wickenhauser
Im von August 2020 bis Dezember 2021 geförderten Projekt egePan Unimed (Entwicklung, Testung und Implementierung von regional adaptiven Versorgungsstrukturen und Prozessen für ein evidenzgeleitetes Pandemiemanagement koordiniert durch die Universitätsmedizin) wurden die unterschiedlichen Pandemiemanagement-Konzepte in Deutschland und international gesammelt, verglichen und in einen Rahmenplan integriert. Ziel war ein optimiertes regionales und föderales Pandemiemanagement unter Berücksichtigung des teilweise landesindividuellen komplexen Geflechts des Gesundheitssystems.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/forschung/egepan-unimed
Projektleiter: Prof. Dr. med. Daniel Sedding
IMMUNEBRIDGE - Bridging to large national adaptive population-based panels to generate data on SARS-CoV-2 population immunity correlates in 2022 in Germany
Im bis Dezember 2022 geförderte ad-hoc-Projekt IMMUNEBRIDGE, einem Unterprojekt von NAPKON, wurde der Immunisierungsgrad der Bevölkerung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 untersucht. Dabei zeigte sich, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung zwar moderat bis sehr gut gegen einen schweren Verlauf von COVID-19, nicht jedoch vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 geschützt war. Die Studie stellte auch relevante Lücken beim Immunschutz vor allem bei älteren Menschen, bei Menschen mit Vorerkrankungen sowie in einigen Regionen Deutschlands fest. Die Daten wurden für infektionsdynamische Modellierungen im neu aufgebauten Modellierungsnetzwerkes für schwere Infektionskrankheiten (MONID) genutzt.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/forschung/immunebridge
Projektleiter: Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk
NAPKON (SÜP)
Im von 2020 bis Dezember 2021 geförderten Projekt Napkon (Nationales Pandemie Kohorten Netz) wurden Patientendaten (Klinische Daten, Bilddaten, Bioproben) von COVID-19 Akut- sowie Langzeiterkrankten (Post-COVID-Syndrom) aller Schweregrade und Erscheinungsformen gesammelt und für wissenschaftliche Forschungszwecke weltweit zur Verfügung gestellt. Ziel war zudem die Bereitstellung von Behandlungsempfehlungen und Prognosen insbesondere mit Augenmerk auf die Langzeitfolgen einer COVID-19 Erkrankung. Die Patienten wurden in drei sich ergänzenden Kohorten rekrutiert, um die verschiedenen Facetten der COVID-19 Erkrankung quer durch die Gesellschaft abbilden zu können: die Sektorenübergreifende Plattform (SÜP), die Hochauflösende Plattform (HAP) und die Populationsbasierte Plattform (POP).
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/forschung/napkon-20
Projektleiter: Prof. Dr. med. Daniel Sedding
Aufbauend auf den Erfolgen von NAPKON 1.0 wurde die deutschlandweite Zusammenarbeit über alle drei Kohorten hinweg innerhalb der Jahre 2022 bis 2024 fortgeführt.
NU(M)KRAINE -Infektionsmedizinisches Screeningprogramm des Netzwerks Universitätsmedizin für Flüchtlinge aus der Ukraine
Das bis Dezember 2022 geförderte ad-hoc-Projekt NU(M)KRAINE war ein Unterprojekt von NAPKON. Innerhalb des Projektes wurde die Prävalenz von Infektionskrankheiten, die Immunität gegen durch Impfung vermeidbare Krankheiten sowie chronische Erkrankungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Geflüchteten aus der Ukraine untersucht. Die erhobenen Daten dienten dazu, den Versorgungsbedarf in der Gruppe der Geflüchteten des Ukrainekrieges besser zu identifizieren und entsprechende Empfehlungen zu formulieren. Das UKH beteiligte sich über eine eingerichtete Ambulanz für ukrainische Flüchtlinge als Studienzentrum.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/forschung/numkraine
Projektleiter: Prof. Dr. Dr. Walter A. Wohlgemuth
Projektmitarbeiter: Dr. ing. Alexander Gussew und Dr. ing. Andreas Deistung
Die NUM-RDP (Routinedatenplattform) ist eine von insgesamt fünf Infrastrukturen im NUM, die aus Forschungsprojekten der ersten NUM-Förderperiode hervorgegangen sind. Das wesentliche Ziel des Projekts war die Nutzung der in CODEX etablierten Plattform innerhalb der Universitätskliniken und damit die Bereitstellung einer zentralen, einrichtungsübergreifenden Datenzusammenführung, -haltung und -herausgabe.
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/forschung/num-rdp
Das Projekt PREPARED (Preparedness and Pandemic Response in Deutschland) wurde von September 2022 bis Dezember 2023 gefördert und baute u. a. auf den Ergebnissen vonB-FAST, CEOsys und egePan Unimed auf. Alle Universitätskliniken sowie weitere außeruniversitäre Partner (z. B. das Robert Koch-Institut) waren an PREPARED beteiligt. Ziel war dieEntwicklung eines Konzepts für eine umfassend realisierbare, kooperative, adaptierbare und nachhaltige Infrastruktur für das Pandemie-Management und die Pandemie-Vorbereitung im Rahmen des Netzwerkes Universitätsmedizin (NUM).
Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/forschung/prepared
Projektleiter: Prof. Dr. med. Jan Schildmann
Projektmitarbeiter: Andre Nowak
Das Ziel des bis Dezember 2023 geförderten Projekts RACOON COMBINE war die Entwicklung und Umsetzung einer Pipeline für die Extraktion COVID-spezifischer, prädiktiver und prognostischer quantitativer Bildgebungs-Biomarker, um eine umfassende Phänotypisierung nicht nur der Erkrankung, sondern auch des Erkrankten, also seines körperlichen Zustands und seiner Begleiterkrankungen zu ermöglichen.
Weiterführende Informationen finden Sie unter: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/forschung/racoon-combine