Das Behandlungsspektrum umfasst arterielle, venöse und lymphatische Erkrankungen ebenso wie Gefäßentzündungen (Vaskulitiden), Mikrozirkulationsstörungen und seltene Gefäßerkrankungen.
Gefäßerkrankungen sind häufig komplex und betreffen oft mehrere Organsysteme gleichzeitig. Für eine optimale Diagnostik und Therapie arbeiten im Interdisziplinären Gefäßzentrum der Universitätsmedizin Halle Spezialistinnen und Spezialisten aus Angiologie, Gefäßchirurgie, Radiologie sowie weiteren Fachbereichen eng zusammen.
Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Beurteilung jedes einzelnen Krankheitsfalles. In regelmäßigen interdisziplinären Fallkonferenzen werden diagnostische Befunde bewertet und individuelle Therapieempfehlungen erarbeitet.
Patientinnen und Patienten profitieren dadurch von der Expertise aller beteiligten Fachdisziplinen. Die Entscheidung für ein konservatives, interventionelles oder operatives Verfahren erfolgt gemeinsam und orientiert sich an der jeweils besten Behandlungsoption.
Die organisatorische Koordination sowie die Anmeldung von Patientinnen und Patienten erfolgen über das gefäßmedizinische Case Management des Interdisziplinären Gefäßzentrums.
Seit vielen Jahren leben wir eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit am UKH und nutzen im Bedarfsfall das ganze Spektrum der Universitätsmedizin Halle.
Hier unsere Schwerpunkte in der UMH:
Nervengewebe ist sehr sensibel hinsichtlich Störungen der Durchblutung und Ausfälle können eine erhebliche Konsequenz bedeuten (Schlaganfälle, Lähmungen, Sensibilitätsstörungen etc.). Daher entwickeln wir Konzepte für komplexe neurovaskuläre Fälle in der neurovaskulären Konferenz mit Neurologie, Neuroradiologie und Neurochirurgie.
Im Bereich chronischer venöser Erkrankungen besteht im Rahmen des Venenkompetenzzentrums eine enge Kooperation mit der Klinik für Dermatologie und Venerologie.
Für die Diagnostik und Therapie komplexer vaskulärer Malformationen besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Gefäßanomalien.
Ebenso arbeiten besonders intensiv mit folgenden internistischen Schwerpunkten zusammen:
Komplexe Patienten mit zumeist chronischen Wunden können in bestimmten Fällen von der hyperbaren Oxygenierung in unserer Druckkammer profitieren.
Koordination und Fallmanagement
Die organisatorische Koordination komplexer gefäßmedizinischer Fragestellungen sowie die Anmeldung interdisziplinärer Fallvorstellungen erfolgen über das gefäßmedizinische Case Management.
Ansprechpartner: Christian Churs
Telefon: 0345 557 3303
Mail: igz☉uk-halle.de
Was ist das?
Viele Gefäßerkrankungen entwickeln sich über Jahre hinweg und verursachen zunächst keine Beschwerden. Eine frühzeitige Erkennung ermöglicht es, Risikofaktoren zu behandeln und schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Durchblutungsstörungen der Beine zu vermeiden.
Mögliche Risikofaktoren
- Rauchen
- Bluthochdruck
- Diabetes mellitus
- Fettstoffwechselstörungen
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- familiäre Vorbelastung
Diagnostik und Therapie
Im Interdisziplinären Gefäßzentrum stehen moderne Verfahren zur Früherkennung und Risikobeurteilung von Gefäßerkrankungen zur Verfügung. Hierzu gehören insbesondere die Gefäßultraschalldiagnostik, die Bestimmung des Knöchel-Arm-Index (ABI), standardisierte Laufbandergometrie zur Ermittlung der schmerzfreien Gehstrecke sowie weitere bildgebende Verfahren.
Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse werden individuelle Empfehlungen zur Risikoreduktion, Lebensstiländerung und gegebenenfalls medikamentösen Therapie erarbeitet.
Beteiligte Fachbereiche
- Angiologie
- Kardiologie
- Gefäßchirurgie
Was ist das?
Erkrankungen der hirnversorgenden und intrakraniellen Gefäße können sowohl zu Durchblutungsstörungen des Gehirns als auch zu Blutungen führen. Hierzu gehören insbesondere Gefäßverengungen, Gefäßverschlüsse, Aneurysmen sowie weitere Gefäßveränderungen mit erhöhtem Schlaganfallrisiko.
Betroffen sein können sowohl die zum Gehirn führenden Arterien im Hals- und Brustbereich als auch die innerhalb des Schädels verlaufenden Gefäße.
Mögliche Beschwerden
- vorübergehende Lähmungen oder Gefühlsstörungen
- Sprachstörungen
- Sehstörungen
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Bewusstseinsstörungen
- Schlaganfall
Nicht selten werden Gefäßveränderungen auch im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen oder bildgebenden Untersuchungen zufällig entdeckt.
Diagnostik und Therapie
Zur Diagnostik stehen moderne Ultraschallverfahren sowie hochauflösende bildgebende Verfahren wie CT-, MRT- und Katheterangiographie zur Verfügung.
Die Behandlung richtet sich nach Art, Lokalisation und Ausmaß der Gefäßveränderung. Je nach Befund kommen konservative Therapieverfahren, kathetergestützte Interventionen oder operative Behandlungen in Betracht.
Die Auswahl des optimalen Therapieverfahrens erfolgt interdisziplinär unter Einbeziehung aller beteiligten Fachdisziplinen im Rahmen des Interdisziplinären Gefäßzentrums.
Beteiligte Fachbereiche
- Angiologie
- Neurologie
- Neuroradiologie
- Neurochirurgie
- Gefäßchirurgie
- Radiologie
Was ist das?
Die Arteriosklerose ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung der Arterien, bei der es zu Ablagerungen und Verengungen innerhalb der Gefäßwand kommt. Sie betrifft nicht nur einzelne Gefäße, sondern das gesamte arterielle Gefäßsystem.
Je nach betroffener Gefäßregion kann sich die Erkrankung unterschiedlich äußern. Mögliche Folgen sind beispielsweise die koronare Herzkrankheit, Schlaganfälle, Durchblutungsstörungen der Nieren oder Verdauungsorgane sowie die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK, „Schaufensterkrankheit“).
Mögliche Beschwerden
- belastungsabhängige Schmerzen in Gesäß, Oberschenkel oder Wade
- eingeschränkte Gehstrecke
- schlecht heilende Wunden
- Ruheschmerzen
- kalte oder blasse Extremitäten
- Beschwerden durch Durchblutungsstörungen anderer Organe
Nicht selten bleiben Gefäßverengungen über viele Jahre unbemerkt und werden erst im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen entdeckt.
Diagnostik und Therapie
Zur Diagnostik stehen moderne Ultraschallverfahren, funktionelle Gefäßuntersuchungen sowie hochauflösende bildgebende Verfahren zur Verfügung.
Die Behandlung umfasst die konsequente Kontrolle vaskulärer Risikofaktoren, medikamentöse Therapien, strukturiertes Gehtraining sowie interventionelle und operative Rekanalisationsverfahren.
Die Auswahl der geeigneten Behandlungsstrategie erfolgt individuell und interdisziplinär unter Berücksichtigung des gesamten Gefäßsystems.
Beteiligte Fachbereiche
- Angiologie
- Gefäßchirurgie
- Kardiologie
- Radiologie
- Nephrologie
Was ist das?
Als Aneurysma bezeichnet man eine krankhafte Erweiterung eines Blutgefäßes. Aneurysmen können sowohl Arterien als auch Venen betreffen, treten jedoch am häufigsten an den Arterien auf. Besonders häufig betroffen sind die Bauchschlagader (Aorta). Becken-, Bein- und Organarterien sowie die hirnversorgenden Gefäße können ebenso betroffen sein.
Viele Aneurysmen verursachen über lange Zeit keine Beschwerden und werden zufällig entdeckt. Mit zunehmender Größe steigt jedoch das Risiko für Gefäßverschlüsse, Embolien oder lebensbedrohliche Blutungen.
Mögliche Beschwerden
- häufig zunächst keine Beschwerden
- pulsierende Schwellungen
- Rücken-, Bauch- oder Flankenschmerzen
- Durchblutungsstörungen durch Gefäßverschlüsse oder Embolien
- akute Schmerzen bei Komplikationen (Rupturen, Verschlüsse, Embolien)
Diagnostik und Therapie
Die Diagnostik erfolgt insbesondere mittels Gefäßultraschall, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT).
Abhängig von Größe, Lokalisation und Wachstumsgeschwindigkeit kommen regelmäßige Verlaufskontrollen, minimalinvasive endovaskuläre Verfahren oder offene gefäßchirurgische Eingriffe in Betracht.
Die Behandlungsstrategie wird interdisziplinär unter Berücksichtigung aller individuellen Risikofaktoren festgelegt.
Venöse Aneurysmen und aneurysmatische Gefäßveränderungen im Rahmen komplexer Gefäßmalformationen werden ebenfalls interdisziplinär beurteilt und behandelt.
Beteiligte Fachbereiche
- Angiologie
- Gefäßchirurgie
- Radiologie
- Kardiologie
- Herzchirurgie
- Neuroradiologie
- Neurochirurgie
Was ist das?
Thrombosen entstehen durch die Bildung von Blutgerinnseln innerhalb von Venen. Am häufigsten betroffen sind die tiefen Bein- und Beckenvenen. Löst sich ein Teil des Gerinnsels und gelangt über den Blutstrom in die Lunge, kann eine Lungenarterienembolie entstehen.
Thrombosen und Lungenembolien zählen zu den häufigsten Gefäßerkrankungen und können unbehandelt schwerwiegende Folgen haben. Eine frühzeitige Diagnostik und Behandlung sind daher besonders wichtig.
Mögliche Beschwerden
- Schwellung eines Beines oder Armes
- Schmerzen oder Spannungsgefühl der Extremität
- Hautverfärbungen
- plötzliche Luftnot
- Brustschmerzen
- Herzrasen
- Kreislaufbeschwerden
Diagnostik und Therapie
Die Diagnostik erfolgt insbesondere durch Gefäßultraschall, Computertomographie sowie weitere bildgebende und laborchemische Verfahren.
Die Behandlung umfasst moderne gerinnungshemmende Therapien, Kompressionsbehandlungen sowie die strukturierte Nachsorge venöser Thromboembolien.
Bei ausgewählten Patientinnen und Patienten mit schweren Verläufen einer Lungenarterienembolie können neben der medikamentösen Therapie auch moderne kathetergestützte Verfahren zur Entfernung oder Auflösung von Blutgerinnseln eingesetzt werden. Die Auswahl der geeigneten Behandlungsstrategie erfolgt interdisziplinär und orientiert sich an Schweregrad, Risikoprofil und individuellen Begleiterkrankungen.
Langfristige Folgen venöser Thromboembolien, wie das postthrombotische Syndrom oder chronische Venenerkrankungen, werden im Interdisziplinären Gefäßzentrum ebenfalls diagnostiziert und behandelt.
Beteiligte Fachbereiche
- Angiologie
- Kardiologie
- Radiologie
- Gefäßchirurgie
- Intensivmedizin
Was ist das?
Chronisch venöse Erkrankungen entstehen durch Störungen des venösen Blutabflusses. Hierzu gehören Krampfadern (Varikosis), chronische Venenschwäche (chronisch venöse Insuffizienz), das postthrombotische Syndrom sowie chronische venöse Verschlusskrankheiten.
Unbehandelt können venöse Erkrankungen zu Schwellungen, Hautveränderungen und schlecht heilenden Wunden führen und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Mögliche Beschwerden
- Schwere- und Spannungsgefühl der Beine
- Schwellungen
- sichtbare Krampfadern
- Hautveränderungen
- Juckreiz
- schlecht heilende Wunden
- Beschwerden nach durchgemachter Thrombose
Diagnostik und Therapie
Die Diagnostik erfolgt insbesondere mittels moderner Gefäßultraschalldiagnostik und funktioneller Untersuchungsverfahren.
Im Rahmen des Venenkompetenzzentrums der Universitätsmedizin Halle arbeiten Angiologie, Dermatologie und weitere Fachbereiche eng zusammen. Je nach Erkrankung kommen konservative Maßnahmen, Kompressionstherapien, interventionelle Verfahren oder operative Behandlungen zum Einsatz.
Bei ausgewählten Patientinnen und Patienten mit chronischen Verschlüssen der Becken- und Hohlvenen können moderne kathetergestützte Rekanalisationsverfahren mit venösen Stents durchgeführt werden.
Beteiligte Fachbereiche
- Angiologie
- Dermatologie und Venerologie
- Gefäßchirurgie
Was ist das?
Erkrankungen der Nierengefäße sowie die Anlage und Betreuung von Dialysezugängen stellen besondere Anforderungen an die Gefäßmedizin. Für Patientinnen und Patienten mit chronischer Nierenerkrankung ist ein dauerhaft funktionsfähiger Gefäßzugang eine wichtige Voraussetzung für die Dialysetherapie.
Zum Behandlungsspektrum gehören Erkrankungen der Nierenarterien, Dialysezugänge (Shunts), deren Komplikationen sowie spezielle interventionelle Verfahren zur Behandlung ausgewählter Formen des Bluthochdrucks.
Mögliche Beschwerden
- schwer einstellbarer Bluthochdruck
- Funktionsstörungen von Dialysezugängen
- verminderter Shuntfluss
- Schwellungen oder Schmerzen im Bereich des Shunts
- Shuntthrombosen
- Entzündungen von Gefäßzugängen
- Durchblutungsstörungen der betroffenen Extremität
Diagnostik und Therapie
Die Diagnostik erfolgt insbesondere mittels Gefäßultraschall sowie weiterer bildgebender Verfahren.
Im Interdisziplinären Gefäßzentrum werden Patientinnen und Patienten vor Anlage eines Dialysezugangs, während der Dialysetherapie sowie bei Komplikationen betreut. Hierzu gehören die Diagnostik und Behandlung von Shuntstenosen, Shuntthrombosen und anderen Funktionsstörungen von Dialysezugängen.
Bei ausgewählten Patientinnen und Patienten mit schwer behandelbarer arterieller Hypertonie können zudem moderne interventionelle Verfahren wie die renale Denervation eingesetzt werden.
Beteiligte Fachbereiche
- Angiologie
- Nephrologie
- Gefäßchirurgie
- Radiologie
Was ist das?
Die Mikrozirkulation umfasst die Durchblutung der kleinsten Blutgefäße des Körpers. Störungen in diesem Bereich können zu einer verminderten Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Gewebes führen, obwohl die großen Arterien und Venen unauffällig sein können.
Die Ursachen sind vielfältig und reichen von funktionellen Gefäßstörungen über Stoffwechselerkrankungen bis hin zu entzündlichen oder hämatologischen Erkrankungen.
Mögliche Beschwerden
- kalte Hände oder Füße
- Farbveränderungen der Finger oder Zehen
- Schmerzen oder Missempfindungen
- schlecht heilende Wunden
- Belastungsbeschwerden ohne Nachweis größerer Gefäßverengungen
- Durchblutungsstörungen einzelner Finger oder Zehen
Diagnostik und Therapie
Im Interdisziplinären Gefäßzentrum kommen spezielle Untersuchungsverfahren zur Beurteilung der Mikrozirkulation zum Einsatz. Hierzu gehören insbesondere die Nagelfalzkapillarmikroskopie, Thermographie, funktionelle Gefäßuntersuchungen sowie moderne Ultraschallverfahren und laborchemische Diagnostik.
Zu den häufigen Ursachen zählen das Raynaud-Syndrom, die diabetische Mikroangiopathie, entzündliche Gefäßerkrankungen (Vaskulitiden), hämatologische Erkrankungen mit Veränderungen der Blutzusammensetzung sowie weitere seltene Erkrankungen der Mikrozirkulation.
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache und erfolgt häufig interdisziplinär.
Beteiligte Fachbereiche
- Angiologie
- Rheumatologie
- Endokrinologie und Diabetologie
- Hämatologie und Onkologie
- Dermatologie
- Radiologie
Was ist das?
Gefäßmalformationen sind angeborene oder erworbene Fehlbildungen von Arterien, Venen oder Lymphgefäßen. Sie können in nahezu allen Körperregionen auftreten und sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen. Aufgrund ihrer Seltenheit und Komplexität erfordern sie häufig eine interdisziplinäre Diagnostik und Therapie.
Viele Gefäßmalformationen beruhen auf genetischen Veränderungen und können isoliert oder im Rahmen seltener Syndrome auftreten.
Mögliche Beschwerden
- Schwellungen
- Schmerzen
- Blutungen
- sichtbare Gefäßveränderungen
- lokale Überwärmung
- Durchblutungsstörungen
- funktionelle Einschränkungen der betroffenen Körperregion
Die Beschwerden können je nach Art, Größe und Lokalisation der Gefäßveränderung sehr unterschiedlich ausgeprägt sein.
Diagnostik und Therapie
Die Diagnostik erfolgt mittels moderner Gefäßultraschalldiagnostik sowie spezialisierter bildgebender Verfahren wie Magnetresonanz- und Computertomographie.
Je nach Befund kommen konservative, interventionelle oder operative Therapieverfahren zum Einsatz. Hierzu gehören insbesondere kathetergestützte Behandlungen, Embolisationen sowie gefäßchirurgische Rekonstruktionsverfahren.
Zum Behandlungsspektrum gehören arterielle, venöse und lymphatische Malformationen sowie weitere seltene Gefäßerkrankungen und Gefäßkompressionssyndrome.
Die individuelle Therapieplanung erfolgt interdisziplinär unter Einbeziehung aller beteiligten Fachdisziplinen.
Beteiligte Fachbereiche
- Radiologie
- Neuroradiologie
- Gefäßchirurgie
- Angiologie
Was ist das?
Das Lymphgefäßsystem ist ein wichtiger Bestandteil des Gefäßsystems und spielt eine zentrale Rolle beim Abtransport von Gewebsflüssigkeit sowie bei der Immunabwehr. Störungen des lymphatischen Abflusses können zu Schwellungen, Funktionsbeeinträchtigungen und wiederkehrenden Entzündungen führen.
Zu den häufigsten Erkrankungen gehören primäre und sekundäre Lymphödeme sowie weitere Erkrankungen des lymphatischen Gefäßsystems.
Mögliche Beschwerden
- Schwellungen von Armen oder Beinen
- Spannungsgefühl
- Bewegungseinschränkungen
- Hautveränderungen
- wiederkehrende Entzündungen
- Beschwerden nach Operationen, Tumorerkrankungen oder Bestrahlungen
Diagnostik und Therapie
Die Diagnostik umfasst die klinische Untersuchung, moderne Gefäßultraschalldiagnostik sowie weitere spezialisierte Untersuchungsverfahren zur Beurteilung des lymphatischen Systems.
Die Behandlung erfolgt individuell und umfasst insbesondere Kompressionstherapie, Bewegungstherapie, physikalische Entstauungsmaßnahmen sowie die Behandlung möglicher Grunderkrankungen.
Komplexe lymphatische Erkrankungen werden interdisziplinär unter Einbeziehung der beteiligten Fachdisziplinen beurteilt und behandelt.
Beteiligte Fachbereiche
- Angiologie
- Gefäßchirurgie
- Radiologie
- Dermatologie

