Prof. Dr. med. Dirk Vordermark

Prof. Dr. Dirk Vordermark

Prof. Dr. med. Dirk Vordermark ist seit 2008 als Professor für Strahlentherapie an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und als Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Strahlentherapie – seit 2011 mit Medizinischem Versorgungszentrum (MVZ) – tätig.

Mit einem breit aufgestellten Team von Expertinnen und Experten vertritt Prof. Dr. Vordermark die moderne Strahlentherapie als wichtiges Element der Tumorbehandlung. Dabei werden neueste technische Methoden verwendet, um eine möglichst gute Balance zwischen hoher Tumorkontrolle und begrenzten Nebenwirkungen der Strahlentherapie zu erzielen.

Prof. Vordermark hat sich im Bereich der klinischen oder experimentellen Forschung mit der Strahlentherapie nahezu aller Tumorarten wissenschaftlich beschäftigt. In den letzten Jahren war er als Vertreter der Strahlentherapie an der Erstellung zahlreicher Therapie-Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft beteiligt, u. a. den Leitlinien Lungenkarzinom, Schilddrüsenkarzinom, Melanom (schwarzer Hautkrebs), Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs), Endometriumkarzinom (Gebärmutterkörperkrebs), Psychoonkologie, supportive Therapie, Uterussarkom, Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom der Haut, Merkelzellkarzinom.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte von Prof. Vordermark liegen u. a. im Bereich der Lebensqualitätsforschung, der Therapie älterer Tumorpatienten (Geriatrische Onkologie), der Onkologischen Versorgungsforschung und der experimentellen Strahlenbiologie.

Prof. Vordermark ist derzeit Präsident der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) und Vorsitzender der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft (SAKG). Von 2012 bis 2018 war er Prodekan Forschung der Medizinischen Fakultät, von 2013 bis 2018 stellvertretender Dekan.

Seit 2022 ist Prof. Vordermark als Prodekan für Struktur und Strategische Entwicklung sowie als stellvertretender Dekan tätig.

Beruflicher und wissenschaftlicher Werdegang (pdf-Dokument)

1990 - 1995  Studium der Humanmedizin an der Med. Universität zu Lübeck
1995-1996  Studium der Humanmedizin (Praktisches Jahr) an der Universität Ulm mit Ausbildungsabschnitten in Göppingen (Innere Medizin), Zürich (Chirurgie) und Pretoria / Südafrika (Radiologie / Strahlentherapie)
1996 - 2000  Arzt im Praktikum bzw. wiss. Mitarbeiter an der Klinik für Strahlentherapie der Universität Würzburg (Direktor: Prof. Dr. M. Flentje)
2001  einjähriger Forschungsaufenthalt als Postdoctoral Fellow an der Stanford University, Division of Radiation and Cancer Biology, Stanford, CA (USA) mit DFG-Forschungsstipendium
2002 - 2008  weitere Tätigkeit als wiss. Mitarbeiter der Klinik für Strahlentherapie der Universität Würzburg
2003  Facharzt für Strahlentherapie, Ernennung zum Oberarzt
2004  Habilitation für das Fach Strahlentherapie, Erteilung der Lehrbefugnis und Ernennung zum Privatdozenten
seit 2008
Direktor der Universitätsklinik für Strahlentherapie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (W3-Professur, Beamter auf Lebenszeit)
seit 2011
zusätzlich Tätigkeit im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) des Universitätsklinikums Halle gGmbH, seit 06/2012 Ärztlicher Leiter des Facharztzentrums Strahlentherapie, Neurochirurgie und Orthopädie des MVZ
2012-2018
Prodekan für Forschung der Medizinischen Fakultät
2013-2018
Stellv. Dekan der Medizinischen Fakultät
2016-2019
Stellv. Dekan der Medizinischen FakultätGeschäftsführender Direktor des Departments für Strahlenmedizin
2016-2017
Komm. Direktor der Universitätsklinik für Radiologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
2019
Ablehnung eines Rufes auf die W3-Professur für Strahlentherapie an der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Annahme des Bleibeangebots der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
2022-2024
Geschäftsführender Direktor des Departments für Strahlenmedizin
seit 2022
Prodekan für Struktur und Strategische Entwicklung sowie Stellv. Dekan der Medizinischen Fakultät
 

Dissertation
"Bradykininmetabolismus an Rindertrachealepithelien" bei Prof. Dr. med. P. Dominiak, Direktor des Instituts für Pharmakologie der Med. Universität zu Lübeck (Note: summa cum laude)

Habilitation
„Einfluss akuter und chronischer Hypoxie auf die Strahlenresistenz humaner Tumorzellen: Untersuchungen anhand HIF-1-abhängiger endogener Hypoxiemarker“, für das Fach Strahlentherapie an der Universität Würzburg

  • 1998  Otto-Roth-Preis der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Med. Universität zu Lübeck (für o.g. Dissertation)
  • 1998  Posterpreis der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) für das Poster "Definitive Radio-(Chemo-)Therapie des Analkarzinoms: Funktionelle Ergebnisse und Lebensqualität"
  • 2001 DFG-Forschungsstipendium (Postdoc-Phase, Stanford University)
  • 2002 Fellowship der European Society of Therapeutic Radiology and Oncology (ESTRO) für Teaching Course "Prostate Brachytherapy"
  • 2004  Hermann-Holthusen-Preis der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) für o.g. Habilitationsschrift
  • 2005  Varian Clinical Research Award der European Society of Therapeutic Radiology and Oncology  (ESTRO)  für die Arbeiten zum Thema "Molecular markers of tumor hypoxia"
  • 2006  Posterpreis der Hanns-Langendorff-Stiftung anläßlich des DEGRO-Kongresses 2006 (als Letztautor der Arbeitsgruppe)
  • 2016 GebFra-Preis für herausragende Publikationen in der Gynäkologie und Geburtshilfe (Autorengruppe "Sarcoma of the Uterus. Guidelines of the DGGG")
  • 2018 Lilly Quality of Life Preis (mit Dr. med. Heike Schmidt) für Projekt „Die Lebensqualität älterer Tumorpatienten evaluieren und stabilisieren“

 

Aktuelle Funktionen / Gremientätigkeit an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

  • Prodekan für Struktur und Strategische Entwicklung und Stellv. Dekan der Medizinischen Fakultät
  • Vorsitzender des Arbeitskreises Großgeräte der Universitätsmedizin Halle
  • Stellv. Vorsitzender der Ethikkommission 

Aktuelle Funktionen / Gremientätigkeit extrafakultär

  • Präsident der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO)

  • Mitglied des Vorstandes des Berufsverbandes Deutscher Strahlentherapeuten (BVDST)

  • Mitglied des Ausschusses „Strahlenschutz in der Medizin“ der Strahlenschutzkommission

  • Mitglied des Aufsichtsrats des Universitätsklinikums Regensburg 

  • Mandatsträger der DEGRO/ARO oder Fachexperte in Leitliniengruppen (DKG / AWMF):

- Malignes Melanom (S3)

- Bronchialkarzinom (S3)

- Zervixkarzinom (S3)

- Endometriumkarzinom (S3)

- Psychoonkologie (S3)

- Ovarialkarzinom (S3)

- Basalzellkarzinom (S2)

- Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut (S3)

- Merkelzellkarzinom (S2)

- Uterussarkom (S2)

  • Vertreter der DEGRO/ARO in Zertifizierungskommissionen für Organzentren der Deutschen Krebsgesellschaft (Gyn. Krebszentren, Hauttumorzentren, Lungenkrebszentren)

  • Vorsitzender der Fach- und Prüfungskommission Strahlentherapie der Landesärztekammer Sachsen-Anhalt

  • Vorsitzender der Ärztlichen Stelle nach §83 Strahlenschutzverordnung (Strahlentherapie) der Ärztekammer Sachsen-Anhalt

  • Vorsitzender der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft (SAKG)

  • Vorsitzender der DEGRO-Expertenkommission zu Beurteilung von Studien gemäß Strahlenschutzverordnung

Gutachter für Organisationen der Forschungsförderung

  • Prodekan für Struktur und Strategische Entwicklung und Stellv. Dekan der Medizinischen Fakultät
  • Vorsitzender des Arbeitskreises Großgeräte der Universitätsmedizin Halle
  • Stellv. Vorsitzender der Ethikkommission