Neuer Fakultätsvorstand ab 1. September: Fünf neue Prodekan:innen und ein bestätigter Studiendekan
Die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hat ihren Fakultätsvorstand neu aufgestellt. Die Amtszeit der fünf neuen Prodekan:innen und des wiedergewählten Studiendekans beginnt am 1. September 2026 und endet am 31. August 2030. Unter dem Leitgedanken, Halle in Lehre und Forschung langfristig ins obere Drittel der deutschen Universitätsmedizin zu führen, unterstützen die Gewählten die Dekanin, die bereits im Juni in ihrem Amt bestätigt wurde. Der Fakultätsrat wählte die Mitglieder des Fakultätsvorstands in ihren neu konzipierten Ressorts im Juli 2026.
Prof. Dr. Oliver Tüscher ist der neue Prodekan für Forschung und designierter Stellvertreter der Dekanin. Künftig wird er die Forschungsschwerpunkte der Universitätsmedizin Halle schärfen, Verbünde und Projekte unterstützen sowie neue Potenziale identifizieren. Dafür soll die vorhandene Forschungsinfrastruktur besser vernetzt, Dopplungen abgebaut und die Digitalisierung von Prozessen vorangetrieben werden.
Prof. Dr. Michael Heuser ist neuer Prodekan für Struktur und Klinik. Mit dem Ziel, Fakultät und Klinik besser zu verzahnen, will er sich für die Modernisierung und den Ausbau der dafür notwendigen Strukturen einsetzen. So sollen die klinischen Forschungsbedingungen verbessert und Erkenntnisse aus der Forschung verstärkt in die Praxis überführt werden. Geplant sind unter anderem Maßnahmen zur vereinfachten Personalgewinnung und -bindung sowie die Ausweitung des sogenannten Broad Consent auf ambulante Patient:innen, um eine weitere Quelle für Forschungsdaten zu erschließen.
Prof. Dr. Patrick Jahn ist neuer Prodekan für strategische Entwicklung und Translation. Gemeinsam mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft arbeitet er daran, Strukturen wie die TPG zu verstetigen und den Forschungs-Praxis-Transfer zu fördern. Schwerpunkte sind dabei die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung, Prävention von Pflegebedürftigkeit und Resilienz im Gesundheitswesen.
Prof. Dr. Kerstin Bitter ist neue Prodekanin für Zahnmedizin. Sie will sich für die spezifischen Anforderungen der Zahnmedizin in Lehre und Krankenversorgung im Fakultätsvorstand einsetzen, die Umsetzung der neuen Zahnärztlichen Approbationsordnung evaluieren und weiterentwickeln und die interprofessionelle Lehre in Zusammenarbeit mit dem Dorothea-Erxleben-Lernzentrum Halle (DELH) stärken.
Prof. Dr. Ivonne Regel ist neue Prodekanin für Nachwuchsförderung. Durch den Ausbau und die Umstrukturierung vorhandener Förderprogramme möchte sie Promotionen und Habilitationen effektiver fördern. Damit sollen Talente an die Universitätsmedizin Halle gelockt und an ihr gebunden sowie strukturierte Karrierewege für alle Bereiche sichergestellt werden.
Prof. Dr. Rüdiger Horstkorte bleibt Studiendekan. In der kommenden Amtszeit wird er insbesondere die Entwicklung eines Zentrums für Lehre sowie Reformen in den Curricula begleiten – unabhängig von der weiterhin ausstehenden Novellierung der Ärztlichen Approbationsordnung – und sich allgemein für optimale Lehr- und Lernbedingungen einsetzen. Ein wichtiges Thema ist zudem der Aufbau der Lehre im Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben im Sinne eines „Medizin-Campus Harzklinikum der Universitätsmedizin Halle“.
Prof. Dr. Heike Kielstein wurde bereits im Juni 2026 mit großer Mehrheit in ihrem Amt als Dekanin bestätigt und bleibt damit an der Spitze der Fakultät. Im Fakultätsvorstand sind neben ihr und dem Studiendekan alle weiteren Prodekan:innen und der Ärztliche Direktor, PD Dr. Matthias Janda, stimmberechtigt vertreten.






