Universitätsmedizin Halle begrüßt über 350 Studierende des „Gisela-Schützmannsky-Semesters“

In der Mitte eines Innenhofs stehen mehr als 300 Personen und blicken nach oben zu einer höher gelegenen Kamera. Einige heben die Hände, andere lächeln fröhlich.

Das "Gisela-Schützmannsky-Semester".

Zum Start des Wintersemesters 2026/27 begrüßt die Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) 354 neue Studierende. 229 von ihnen beginnen ein Studium der Humanmedizin, 41 der Zahnmedizin, 39 der Evidenzbasierten Pflege und 25 der Hebammenwissenschaft. Zudem starten 20 Studierende im weiterführenden Masterstudiengang Gesundheits- und Pflegewissenschaften.

Traditionell erhalten die neuen Semester einen gemeinsamen Namen, den die bereits immatrikulierten Studierenden wählen. Für den neuen Jahrgang fiel die Wahl auf Gisela Schützmannsky (1920–2013), eine Pionierin der Kinderzahnheilkunde. 1964 wurde sie an der MLU für dieses Fachgebiet berufen und war damit die erste Professorin der Kinderzahnheilkunde an einer deutschen Universität. Sie habilitierte sich in Halle und setzte sich zudem früh für die Fluoridprophylaxe ein. Für ihr Wirken wurde sie vielfach ausgezeichnet.

„Mit der traditionellen Namensgebung würdigen die Studierenden Persönlichkeiten, die eng mit Halle und der Medizin verbunden sind. Sie haben mit Gisela Schützmannsky eine Wissenschaftlerin ausgewählt, die ihren akademischen Weg in einer Zeit gegangen ist, in der Frauen viele Türen noch verschlossen waren. Ihre Arbeit hat die Kinderzahnheilkunde und die Prävention nachhaltig geprägt“, betont Prof. Dr. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät der MLU.