10 Millionen Euro für Innovation in der Pflege: Dritte TPG-Förderrunde startet mit Fokus auf krisenfeste Gesundheitsversorgung
Regionale Ideen für eine starke Pflege- und Gesundheitsversorgung gesucht: Forschende, Start-ups und Unternehmen aus Süd-Sachsen-Anhalt können ab sofort innovative Projekte für die dritte Förderrunde der „Innovationsregion für die digitale Transformation von Pflege und Gesundheitsversorgung (TPG)“ einreichen. Erstmals gibt es dabei einen Sonderaufruf mit dem Fokus auf eine krisenresiliente Versorgung, um die Leistungsfähigkeit auch in Ausnahmesituationen zu erhalten. Für die Projekte stehen insgesamt bis zu 10 Millionen Euro zur Verfügung.
Ziel der Förderung ist es, die Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt durch ausgewählte Forschungs- und Entwicklungsprojekte nachhaltig zu stärken. Zugleich sollen damit wirtschaftliche Impulse im Bereich „Digital Health“, also dem Einsatz digitaler Anwendungen im Gesundheitswesen, gesetzt werden. Insbesondere regionale Ideengeber:innen sind aufgerufen, ihre Projektideen einzureichen.
Ein besonderer Schwerpunkt der aktuellen Förderrunde liegt auf der Ausschreibung „Krisenresiliente Pflege und Gesundheitsversorgung“. Vor dem Hintergrund zunehmender Herausforderungen wie Pandemien, Extremwetterlagen, Fachkräftemangel oder Störungen kritischer Infrastrukturen werden Ansätze gesucht, die die Versorgungssysteme auch unter außergewöhnlichen Belastungen stabil und leistungsfähig halten. Widerstandsfähige Strukturen sind insbesondere in der Pflege erforderlich, da sie eine Schlüsselrolle für vulnerable Bevölkerungsgruppen einnimmt.
Gefördert werden Projekte, die digitale Technologien und datenbasierte Lösungen nutzen, etwa:
- Telemedizinische und telepflegerische Anwendungen
- KI-gestützte Planung und Steuerung von Versorgungsprozessen
- Digitale Assistenzsysteme zur Entlastung von Fachkräften
- Vernetzte Lösungen über Sektorengrenzen hinweg
Ein entscheidendes Kriterium ist die sogenannte „Dual Use“-Fähigkeit: Die entwickelten Lösungen sollen sowohl im Alltag als auch in Krisensituationen einen Mehrwert bieten.
„Wir setzen auf starke Impulse aus der Region – aus der Forschung genauso wie aus der Wirtschaft. Der Sondercall eröffnet die Chance, Lösungen zu entwickeln, die nicht nur heute relevant sind, sondern auch zukünftige Krisen bewältigen helfen“, so Dr. Barbara Castrellon-Gutierrez, Koordinatorin des Innovationsmanagements in der TPG.
Jetzt Projektideen einreichen
Interessierte können ihre Projektideen bis zum 15. September 2026 einreichen.
Alle Informationen, Vorlagen und Antragsunterlagen stehen online zur Verfügung:
www.zukunft-pflege.de
Zusätzlich bietet die TPG Informationsveranstaltungen an, um Fragen zu klären und den Austausch zu fördern. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich:
- 25. Juni 2026, 9:00 bis 10:00 Uhr: Zur Onlineveranstaltung
- 22. Juli 2026, 14:00 bis 15:00 Uhr: Zur Onlineveranstaltung
Kontakt: innovation☉zukunft-pflege.de
Hintergrund
Die TPG baut auf die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis, um digitale Lösungen entlang der gesamten Versorgungskette zu entwickeln. Sie ist eine Fördermaßnahme im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG), finanziert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
