Internationale Entwicklung von Pflegefachkräften: Universitätsmedizin Halle startet Kooperation mit Schule in Kirgisistan
Das Universitätsklinikum Halle (Saale) hat gemeinsam mit dem Institut für moderne Informationstechnologien und für medizinische Ausbildung in der Kirgisischen Republik (ISITO) sowie der Janser Akademie gGmbH aus Magdeburg eine Absichtserklärung zur transnationalen Zusammenarbeit in der Pflegeausbildung unterzeichnet. Mit diesem gemeinsamen Letter of Intent startet nun die offizielle Kooperation.
Strukturelle Herausforderungen auf beiden Seiten
Die Kooperation adressiert strukturelle Herausforderungen auf beiden Seiten. In Kirgisistan fehlen häufig qualifizierte Berufsperspektiven. Deutschland hingegen setzt sich mit einem weiter bestehendem Fachkräftebedarf in der Pflege auseinander.
„Noch in diesem Jahr werden sechs Pflegeauszubildende des ISITO ein dreimonatiges Pflegepraktikum bei uns am Universitätsklinikum Halle (Saale) absolvieren und den Auftakt einer längerfristigen Zusammenarbeit bilden. Perspektivisch sollen examinierte Pflegefachpersonen aus Kirgisistan zu uns kommen und ein sechsmonatiges Anerkennungsverfahren durchlaufen, das ihnen den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht“, erklärt Steve Glaubauf, Leiter Pflegeentwicklung und -koordination und stellvertretender Pflegedirektor des Universitätsklinikums Halle (Saale). Die Janser Akademie gGmbH aus Magdeburg, vertreten durch den geschäftsführenden Gesellschafter Prof. Dr. Sergey Serebranski, übernimmt dabei die Rolle einer Kommunikationsschnittstelle zwischen den deutschen und kirgisischen Partnern.
Universitätsmedizin Halle mit langjähriger Erfahrung in der internationalen Pflegeentwicklung
Für die Universitätsmedizin Halle ist dies ein weiterer Schritt mit internationalen Ausbildungseinrichtungen. Bereits seit 2019 engagiert sie sich erfolgreich in der transnationalen Qualifizierung von Pflegefachkräften – mit einem Netzwerk an Universitäten, Hochschulen und Schulen im Kosovo, Tunesien und Mexiko. Die neue Partnerschaft mit dem ISITO erweitert diese Struktur gezielt um die zentralasiatische Region.
