Meilenstein für die Medizin in Sachsen-Anhalt: Richtfest für Neubau „Haus 12/13“ der Universitätsmedizin Halle
Die Universitätsmedizin Halle hat in Anwesenheit von Ministerpräsident Sven Schulze, Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann sowie Finanzminister Michael Richter das Richtfest für den Neubau „Haus 12/13“ gefeiert (13. Mai 2026). Weniger als zwei Jahre nach der Grundsteinlegung ist der Rohbau des neuen Gebäudekomplexes abgeschlossen, der eine neue klinische Mitte am Hauptstandort des Universitätsklinikums Halle (Saale) schaffen wird. Das Land Sachsen-Anhalt finanziert das Bauvorhaben mit rund 180 Millionen Euro, die Fertigstellung ist für 2028 geplant.
Der siebengeschossige Gebäudekomplex mit zwei zusätzlichen unterirdischen Geschossen bietet auf rund 11.400 Quadratmetern Nutzfläche Raum für wichtige medizinische Kernfunktionen: Intensivstation und Intermediate-Care-Einheiten, Radiologie, Endoskopie, Sonografie und Herzkatheter sowie Dialyse, Geburtshilfe, Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, außerdem mehrere Allgemeinpflegestationen und eine Wahlleistungsstation. Insgesamt entstehen 246 Betten. Der Neubau wird über interne Verbindungsgänge mit den benachbarten Gebäudeteilen verbunden. Dadurch können Behandlungsbereiche zusammengeführt und Wege für Patient:innen sowie Mitarbeitende kürzer gestaltet werden.
Die konkreten Planungen für den Neubau „Haus 12/13“ begannen im Januar 2020, die Grundsteinlegung erfolgte im Juli 2024. Das Land Sachsen-Anhalt finanziert das Bauvorhaben im Rahmen des Zukunftskonzepts Universitätsmedizin 2030.
Stimmen zum Richtfest:
Sven Schulze, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt: „Gesundheit ist für die Menschen eines der wichtigsten Themen überhaupt. Deshalb investieren wir hier ganz bewusst in die Zukunft. Mit dem Neubau schaffen wir moderne Bedingungen für Patientinnen und Patienten, aber auch für die vielen Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachpersonen und Mitarbeitende, die jeden Tag eine wichtige Arbeit leisten. Mir ist wichtig, dass die Menschen in Sachsen-Anhalt sich darauf verlassen können: Sie bekommen auch in Zukunft eine starke medizinische Versorgung auf hohem Niveau – direkt hier bei uns im Land. Daran werden wir weiter arbeiten.“
Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt: „Im Bereich der Universitätsmedizin bedeuten Investitionen in Gebäude zugleich auch Investitionen in kluge Köpfe und innovative Medizin von morgen. Mit dem heutigen Richtfest wird sichtbar, was vor wenigen Jahren noch als Planung auf Papier begann: Ein Gebäude, das die Universitätsmedizin Halle für Jahrzehnte prägen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts in herausfordernden Zeiten weiter stärken wird. Die Landesregierung steht felsenfest hinter den Universitätsklinika des Landes in Halle und Magdeburg, denn sie garantieren medizinische Versorgung auf höchstem Niveau, erstklassige Ausbildung des medizinischen Nachwuchses sowie international renommierte Forschung an medizinischen Innovationen.“
Michael Richter, Minister der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt: „Rund 180 Millionen Euro sind eine erhebliche Investition aus dem Landeshaushalt – und eine bewusste Entscheidung für die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Sachsen-Anhalt. Dass wir dieses Vorhaben trotz angespannter Haushaltslage konsequent weiterverfolgt haben, zeigt, welchen Stellenwert die Universitätsmedizin Halle für das Land hat.“
PD Dr. Matthias Janda, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Halle (Saale): „Mit „Haus 12/13“ schaffen wir das medizinische Herzstück unseres Klinikums. Wir bündeln zentrale Funktionen, die bisher auf verschiedene Gebäude verteilt waren, und schaffen damit die Voraussetzungen für eine Medizin, die vernetzt denkt und handelt. Davon werden unsere Patientinnen und Patienten unmittelbar profitieren: durch kürzere Wege, besser vernetzte Behandlungsbereiche und eine Infrastruktur, die den Anforderungen einer zeitgemäßen Universitätsmedizin entspricht. Gleichzeitig verbessern wir die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden und stärken unsere Attraktivität als Arbeitgeber und Forschungsstandort."
