Kleine Hände, große Hilfe: Hortkinder spenden selbstgenähte Sorgenfresser an junge Patient:innen

Aufnahme aus der Vogelperspektive. Auf einem Tisch liegen viele selbstgenähte Sorgenfresser (kleine beutelartige Näharbeiten mit Augen und einem Reißverschluss als Mund). Mehrere Kinderhände greifen nach den Sorgenfressern.

50 Sorgenfresser nähten die Schülerinnen für die Kinderstation.

Eine Kindergruppe aus dem AWO-Hort „Albrecht Dürer“ in Halle hat selbstgenähte Sorgenfresser an die Kinderstation der Universitätsklinik und Poliklinik für Pädiatrie I der Universitätsmedizin Halle gespendet. Bereits im vergangenen Jahr häkelten die Schülerinnen kleine Glückswürmchen, die als Mutmacher an die jungen Patient:innen verteilt wurden. Die Aktion kam nicht nur bei den Kindern auf Station sehr gut an, sondern sorgte auch bei der Hortgruppe für Begeisterung. 

„Wir waren kaum aus der Tür des Klinikums heraus, da fragten die Schülerinnen schon ‚Was machen wir nächstes Jahr?‘“, sagt Gruppenbetreuerin Sarah Weber. „Wir haben uns dann für Sorgenfresser entschieden.“ Für 50 Sorgenfresser haben die Grundschülerinnen etwa drei Wochen gebraucht, am Ende waren sie so geübt, dass sie drei bis vier Näharbeiten pro Nachmittag herstellen konnten.

Sorgenfresser sind kleine Helfer, die auf Sorgen aller Art spezialisiert sind. Was sie bedrückt, können Kinder auf einen Zettel schreiben oder malen und durch den Reißverschluss-Mund des Phantasiewesens schieben. „Manchmal hat man vielleicht ein komisches Gefühl, das man nicht genau einordnen kann. So eine Sorge aussprechen oder aufschreiben kann dazu beitragen, dass dieses Gefühl weniger diffus wird und man darüber sprechen kann“, sagt Prof. Dr. Simone Hettmer, Direktorin der Universitätsklinik und Poliklinik für Pädiatrie I der Universitätsmedizin Halle, im Gespräch mit den Kindern. „Wir werden die Sorgenfresser nach einer unangenehmen Untersuchung oder zum Beispiel nach einer Blutabnahme zum Trost oder zur Belohnung an unsere Patient:innen verteilen.“ 

Eine Frage war den Schülerinnen zum Schluss besonders wichtig. Sie hätten schon eine Idee fürs nächste Jahr, ob sie dann wieder vorbeikommen könnten? „Natürlich, wir freuen uns immer sehr über euren Besuch und möchten uns ganz herzlich für das tolle Engagement bedanken“, sagt Prof. Hettmer.