Katastrophenschutzübung am Güterbahnhof: Universitätsmedizin Halle trainiert für den Ernstfall
Blaulicht, Sirenen, Rettungshubschrauber: Was am 25. April 2026 auf dem Gelände des Güterbahnhofs in Halle stattfand, war kein reales Zugunglück, sondern die jährliche Katastrophenschutzübung der Stadt Halle. Rund 1000 Mitwirkende trainierten anhand der Simulation ihre Abläufe in einer extremen Krisensituation. Neben Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Polizei, Wasserwacht, Organisationen der Deutschen Bahn sowie ADAC- und DRF-Luftrettung waren auch das BG Klinikum Bergmannstrost, das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara sowie das Universitätsklinikum Halle (Saale) an der Großübung beteiligt.
Nachdem 2025 eine Explosion in einem Fußballstadion simuliert wurde, stand in diesem Jahr ein Großbrand auf unwegsamem Bahngelände im Fokus. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit und die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften und den beteiligten Einrichtungen zu erproben und weiter zu stärken.
Mit Beginn der Großübung um 10 Uhr löste die Leitstelle den Alarm für einen sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ (MANV) für die teilnehmenden Kliniken aus. Am Universitätsklinikum Halle (Saale) wurden in diesem Szenario insgesamt 40 Patient:innen erwartet, darunter fünf schwerverletzte, 20 mittelschwer verletzte und 15 leicht verletzte Personen.
Als die ersten Rettungsteams per Rettungstransportwagen oder -hubschrauber gegen 11 Uhr am Universitätsklinikum Halle (Saale) eintrafen, standen die Mitarbeitenden der Zentralen Notaufnahme (ZNA) und der Universitätsklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin schon bereit. Die von Auszubildenden und Studierenden der Universitätsmedizin Halle dargestellten Patient:innen wurden vor Ort gesichtet, nach Schweregrad der Verletzungen kategorisiert und entsprechend medizinisch versorgt.
Die Grundlage für die Abläufe bildete das MANV-Konzept der ZNA, das unter realitätsnahen Bedingungen erprobt werden konnte. Unterstützt wurde das Szenario durch die Stabsstelle für Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz sowie den Sicherheitsdienst der Universitätsmedizin Halle.
(Bildquelle: Stadt Halle (Saale) / Thomas Ziegler)




