Investition in neue Großgeräte stärkt medizinische Versorgung der Universitätsmedizin Halle: Wissenschaftsminister Willingmann übergibt sechs Fördermittelbescheide

drei Männer und eine Frau stehen in einem Labor mit Laborgeräten im Hintergrund. Es wird ein Fördermittelbescheid übergeben.

Wissenschaftsminister Willingmann übergibt Förderbescheid im Zentrallabor der Universitätsmedizin Halle.

Die Universitätsmedizin Halle kann seine medizinische Ausstattung erheblich modernisieren. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat dafür am 24. April 2026 sechs Fördermittelbescheide in Höhe von insgesamt rund acht Millionen Euro überreicht. Die Mittel stammen aus dem Corona-Sondervermögen des Landes und ermöglichen die Beschaffung neuer medizinischer Großgeräte. Damit soll die Patient:innenversorgung im südlichen Sachsen-Anhalt krisenfester aufgestellt sowie nachhaltig verbessert und abgesichert werden. 

Von den Fördermitteln wird knapp die Hälfte (3,9 Millionen Euro) für die Beschaffung eines vollintegrierten Laborautomationssystems verwendet, das mithilfe von Robotik, Förderbändern und KI vollautomatisiert rund um die Uhr medizinische Proben analysieren kann. Ein Dental-MRT für die Universitätsklinik und Poliklinik für Mund- Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie soll klinikübergreifend auch für verschiedene Bereiche des Departments für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde zukünftig neue Diagnosemöglichkeiten bieten. Für die Universitätsklinik und Poliklinik für Herzchirurgie sind zwei neue Herz-Lungen-Maschinen sowie verschiedene ECMO-Geräte vorgesehen. Ein mobil nutzbares robotisches Bildgebungsgerät in der Universitätsklinik und Poliklinik für Neurochirurgie sowie ein Hochdurchsatzscanner im Institut für Pathologie schließlich sollen in den jeweiligen medizinischen Fachbereichen für präzisere Diagnosen, schonendere Behandlungen und letztlich bessere Überlebenschancen für Patient:innen sorgen.

„Mit der umfangreichen finanziellen Förderung aus dem Corona-Sondervermögen des Landes investieren wir gezielt in die Leistungsfähigkeit und Krisenresilienz des Gesundheitssystems in Sachsen-Anhalt. Moderne Geräte sind die Basis dafür, dass Patientinnen und Patienten an der Universitätsmedizin Halle auch künftig auf höchstem Niveau behandelt werden können. Wir investieren damit in die Gesundheit der Menschen in Sachsen-Anhalt“, sagt Minister Willingmann.

PD Dr. Matthias Janda, Ärztlicher Direktor und Vorsitzender des Klinikumsvorstands des Universitätsklinikums Halle (Saale), betont die medizinische Bedeutung der Neuanschaffungen: „Die verschiedenen Geräte sind kein Selbstzweck. Sie helfen, Leben zu retten, verkürzen Diagnosezeiten und eröffnen unseren Ärzt:innen neue therapeutische Möglichkeiten. Ob die ECMO-Versorgung bei schwerem Lungenversagen, die hochspezialisierte neurochirurgische Behandlung oder die beschleunigte Labordiagnostik: Jedes dieser Geräte trägt unmittelbar dazu bei, dass wir unseren Patient:innen eine bestmögliche Medizin bieten können."