STARK - Soziale Teilhabe durch den AV1-Roboter in der Kinderonkologie
Projektleitung & Stellvertretungen:Vertr. Prof. Dr. Irene Moor,Prof. Dr. Patrick Jahn (AG Versorgungsforschung), Prof. Dr. med. Simone Hettmer (Pädiatrie)
Mitarbeit:Nathalie Schönburg
Kooperationspartner: Dr. Madeleine Ritter-Herschbach (AG Versorgungsforschung), Nicole Reinsperger (M. Sc.) (AG Versorgungsforschung)
Laufzeit: 01.04.2025 - 31.10.2026
Hintergrund der Studie
Kinder und Jugendliche mit einer onkologischen Erkrankung sind häufig über längere Zeit isoliert - sei es im Krankenhaus oder zu Hause. Dadurch gehen wichtige soziale Kontakte und die Teilnahme am schulischen Leben oft verloren.
Hier setzt der AV1-Avatar an: Er ist ein kleiner Telepräsenzroboter, der stellvertretend für das Kind in der Schule oder im Klassenverbund „dabei“ sein kann. Über eine sichere Verbindung steuern die Kinder den Avatar von ihrem Krankenbett oder von zu Hause aus - sie können sehen, hören und sprechen, so als wären sie selbst vor Ort.
Ziel unserer Studie
Wir möchten herausfinden, welche Rolle der AV1 für die Lebensqualität und soziale Teilhabe der Kinder und Jugendlichen hat.
Konkret interessiert uns:
Wie erleben Kinder, Jugendliche und ihre Familien den Einsatz des AV1?
Welche Vorteile entstehen durch die Nutzung?
Welche Hürden oder Herausforderungen gibt es?
Warum das wichtig ist…
Wir wissen: Soziale Nähe und Teilhabe sind für die Genesung und das Wohlbefinden von Kindern mindestens so wichtig wie die medizinische Behandlung. Mit der Studie möchten wir dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche auch während einer schweren Erkrankung ein Stück Normalität erleben und ihre Beziehungen zu Freund:innen und ihrer Klasse gestärkt bleiben.
Wer kann teilnehmen?
Onkologische Patient:innen, …
ab Schuleintritt
mit Grundkenntnissen im Umgang mit Tablet oder Handy"
Wie läuft die Studie ab?
Zu Beginn wird der AV1, dessen Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten vorgestellt und dies gemeinsam mit der Familie besprochen. Nach Einschluss in die Studie erfolgt der Kontakt zur Schule des Kindes. Die Lehrkräfte und Eltern der Klassenkamerad:innen erhalten Informationen zum geplanten Einsatz des AV1 sowie die Möglichkeit, Fragen zu stellen und ihr Einverständnis zu geben. Erst nach dem Erhalt der Einverständnisse beginnt der mindestens drei Monate dauernde Einsatz des AV1 für das erkrankte Kind. Innerhalb dieses Zeitraumes möchten wir mit Hilfe von einem kurzen Fragebogen und einem Interview die Erwartungen und Erfahrungen der Kinder und Eltern mit dem AV1 erfassen.
Ansprechperson am IMS:
Nathalie Schönburg- nathalie.schoenburg☉medizin.uni-halle.de