VISE-ST: Validierung der SEBES-Instrumente im Rahmen der Schuleingangsuntersuchung bei Vorschulkindern in Sachsen-Anhalt

 

Projektleitung & Stellvertretung:Vertr. Prof. Dr. Irene Moor, cand. Dr. Dennis Jepsen

Mitarbeit:  Dr. Maria Schwenke

Projektlaufzeit: 01.12.2025 – 31.03.2029

Förderer: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Land Sachsen-Anhalt

 

Kurzbeschreibung:

In Deutschland sind die Schuleingangsuntersuchungen (SEU) für alle Vorschulkinder verpflichtend. Das Ziel der SEU ist es, die Schulfähigkeit zu beurteilen und kognitive, physische und sozio-emotionale Unterstützungsbedarfe früh zu erkennen, um Eltern über geeignete Förder- oder Therapiemaßnahmen zu beraten, sodass sie diese rechtzeitig einleiten können. Aufgrund des Föderalismus werden die SEU in den Bundesländern unterschiedlich umgesetzt. In Sachsen-Anhalt wird seit 2015 ein von den Gesundheitsämtern entwickeltes Entwicklungsscreening verwendet (Schuleingangsbezogenes Entwicklungsscreening – SEBES), um den Entwicklungsstand der 4- bis 6-Jährigen-Kinder hinsichtlich ihrer Schulfähigkeit etwa anderthalb Jahre bis ein Jahr vor der Einschulung zu untersuchen. Ab 2025 wird eine erweiterte Version des Testinstrumentes zum Einsatz kommen. Im Rahmen des VISE-ST Projektes sollen die psychometrischen Gütekriterien des Instruments überprüft werden, wobei der Fokus insbesondere auf der Objektivität und Validität liegt, um eine empirische Grundlage für die Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der SEU in Sachsen-Anhalt zu schaffen.

Ziel & Methodik:

Das Ziel des Projekts ist es, SEBES hinsichtlich (1) der Objektivität sowie (2) der Konstruktvalidität und Reproduzierbarkeit zu untersuchen. Die Durchführungs- und Auswertungsobjektivität werden anhand standardisierter Beobachtungsprotokolle sowie paralleler Untersuchungen unter möglichst gleichen Bedingungen überprüft. Hinsichtlich der Validität des Instruments wird es einen Vergleich mit etablierten Messverfahren geben. Die Reproduzierbarkeit wird untersucht, indem die Ergebnisse des SEBES unter den verschiedenen durchführenden Gesundheitsämtern unter Beachtung entsprechend unterschiedlicher Testsituationen und Durchführungsbedingungen abgeglichen werden. 

Die Ergebnisse dienen der Qualitätssicherung des Untersuchungsverfahrens sowie der Ableitung von Anpassungsbedarfen zur Weiterentwicklung des Testinstruments in Sachsen-Anhalt. Die Studienergebnisse werden in einem Abschlussbericht und wissenschaftlichen Publikationen aufbereitet. Zudem werden sie in Workshops und einem Symposium relevanten Akteur*innen sowie der interessierten Fachöffentlichkeit vorgestellt.