AG Digitale Epidemiologie

Die AG Digitale Epidemiologie entwickelt und etabliert digitale Ansätze für die bevölkerungsbezogene epidemiologische Forschung. Sie verbindet die Konzeption und Durchführung innovativer digitaler Kohortenstudien mit der Entwicklung, Evaluation und Anwendung moderner methodischer Ansätze.

Die AG ist maßgeblich an der Planung, Durchführung und wissenschaftlichen Auswertung der DigiHero-Studie (https://webszh.uk-halle.de/digihero/) beteiligt und wirkt darüber hinaus an der Etablierung digitaler Ansätze in weiteren populationsbasierten Kohortenstudien, beispielsweise der Nationalen Kohorte (NAKO) (https://nako.de/), mit. Inhaltliche Schwerpunkte liegen derzeit auf postinfektiösen Erkrankungen (z.B. Post-COVID) sowie weiteren Fragestellungen an der Schnittstelle von Infektionsepidemiologie und mentaler Gesundheit.

Methodische Schwerpunkte umfassen digitale und longitudinale Studiendesigns, Online-Befragungen, Fragebogendesign sowie die Integration passiver Datenquellen, z. B. Sensorik und Wearables. Weitere zentrale Themen methodischer Forschung sind Survey-Methodik, Repräsentativität und Stichprobenqualität, Response- und Dropout-Prozesse sowie fortgeschrittene statistische Verfahren. Darüber hinaus nutzt die AG Methoden aus Data Science und Künstlicher Intelligenz, einschließlich Natural Language Processing und Machine Learning, zur Analyse strukturierter und unstrukturierter epidemiologischer Daten aus digitalen Kohorten.

Dabei fördert die AG interdisziplinäre Zusammenarbeit und berücksichtigt in allen Projekten die besonderen Anforderungen an Datenschutz, Datenmanagement und wissenschaftliche Transparenz, die digitale Studien mit sich bringen.

Die AG Digitale Epidemiologie verfolgt längerfristig das Ziel, digitale Epidemiologie als integralen Bestandteil moderner bevölkerungsbezogener Gesundheitsforschung zu etablieren.

Durch die Verbindung innovativer digitaler Kohortenstudien mit methodischer Exzellenz in Epidemiologie, Data Science und Künstlicher Intelligenz sollen epidemiologische Fragestellungen effizient, longitudinal und skalierbar untersucht werden, ohne Abstriche bei wissenschaftlicher Qualität zu machen. Ziel ist es, belastbare und reproduzierbare Evidenz aus digitalen Datenquellen zu generieren, digitale Forschungsinfrastrukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln und neue methodische Standards für die digitale Epidemiologie zu etablieren.

So soll die AG dazu beitragen, das wissenschaftliche Potenzial digitaler Daten und moderner Analysemethoden verantwortungsvoll für Public Health, Prävention und Versorgungsforschung nutzbar zu machen.

 

Die AG Digitale Epidemiologie teilt sich in zwei Untergruppen auf: 

  • Applied Digital Studies (Ansprechpartnerin: Nadine Glaser)
  • Digital Methods, Data Science and AI in Epidemiology (Ansprechpartner: Jonas Frost)

 

AG Mitglieder

Rafael Mikolajczyk

Nadine Glaser

Jonas Frost

Friederike Peter

Imelda Riupassa-Wunderlich

Alexander Schmidt

Nico Förster

Divya Prima Crasta

 

Andreas Wallmann (medizinische Promotion)

Sarah Langer (wissenschaftliche Hilfskraft)

Jonas Heine (wissenschaftliche Hilfskraft)

 

Projekte