Im Folgenden finden Sie Informationen zu unserem Behandlungsspektrum, unserem Team sowie zu organisatorischen Abläufen in unserer Sprechstunde.

Für Rückfragen, Termine, und Rezeptanfragen kontaktieren Sie uns gerne per Mail an neurologischeambulanz@uk-halle.de.

Mail: neurologischeambulanz@uk-halle.de 

Fax: 0345 557 3335,
Telefon: 0345 557 3340

Wir bitten zur schnelleren Bearbeitung Ihrer Anfrage (z.B. Terminänderung, Terminabsage, Rezeptausstellung) das Kontaktformular zu nutzen. Bitte schicken Sie uns bei Terminanfragen Ihre medizinischen Vorbefunde mit. 

So finden Sie uns

Universitätsklinik und Poliklinik für Neurologie
Neurologie-Ambulanz
Ernst-Grube-Straße 40
06120 Halle

Die Gedächtnissprechstunde in der Neurologischen Universitätsklinik befindet sich im Hauptgebäude des Universitätsklinikums in Halle-Kröllwitz. 

Hier am Standort Ernst-Grube-Straße steht Ihnen ein kostenpflichtiges Parkhaus zur Verfügung. Für die Anreise mit dem ÖPNV nutzen Sie bitte die Straßenbahn (Linie 4 o. 5) bzw. den Bus (Linie 34 o. 36) zur Haltestelle „Heide-Universitätsklinikum“.

Nutzen Sie gerne unsere Checkliste Diese gibt Ihnen einen Überblick über die notwendigen Dokumente für die Sprechstunde.

Über Schwierigkeiten mit dem Gedächtnis, der Konzentration und anderen Denkleistungen klagen viele Menschen jenseits der Lebensmitte. Meist handelt es sich um eine normale Alterserscheinung, oft auch um Folgen von Überlastung und Stress. 

Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, aber auch Sprachstörungen und Wesensveränderungen können im Rahmen verschiedener psychischer und körperlicher Erkrankungen auftreten (z. B. Depression, Stoffwechselerkrankungen). Vor allem im höheren Lebensalter können diese Störungen jedoch auch Anzeichen für eine beginnende Gedächtniserkrankung wie z. B. die Alzheimer-Erkrankung oder eine andere Demenzform sein.

Wann sollten Gedächtnisstörungen untersucht werden?

Das Nachlassen von Gedächtnis- und anderen Denkleistungen sollte dann untersucht werden, wenn:

  • die Probleme vermehrt auftreten und Sorge bereiten
  • ggf. im Alltag als beeinträchtigend empfunden werden
  • ggf. von einer Bezugsperson bestätigt werden

Dabei gilt: Je früher die Diagnose gestellt wird, desto eher und Erfolg versprechender kann eine Therapie begonnen werden.

Wie arbeitet die Gedächtnissprechstunde?

Die Gedächtnissprechstunde ist eine spezialisierte Einrichtung mit den Schwerpunkten Früherkennung und Differentialdiagnostik von Demenzen und richtet sich sowohl an Personen mit bereits fortgeschrittener Demenzerkrankung als auch an Personen im Stadium einer leichten oder subjektiven kognitiven Störung.

Das Untersuchungsprogramm umfasst:

standardmäßige Untersuchungen:

  • Befragung des Patienten oder der Patientin und der Angehörigen
  • allgemein-körperliche, neurologische und psychiatrische Untersuchungen
  • neuropsychologische Untersuchungen (z.B. Gedächtnistest)
  • Blutuntersuchung
  • neuroradiologische Untersuchungen (MRT)

Mögliche zusätzliche Untersuchungen:

  • Liquorpunktion (Entnahme von Nervenwasser)
  • nuklearmedizinische Untersuchungen (PET) 

Aufgrund der Ergebnisse dieser Untersuchungen wird ein Plan für die weiteren diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen erarbeitet. 

Es erfolgt eine ausführliche Beratung über: 

  • nichtmedikamentöse Behandlung
  • medikamentöse Behandlung
  • psychosoziale Hilfen
  • Möglichkeit einer Studienteilnahme

Ein besonderer Schwerpunkt der Gedächtnissprechstunde in der Universitätsklinik für Neurologie liegt auf der Erforschung frontotemporaler Demenzen (FTD). Diese umfassen ein Spektrum neurodegenerativer Erkrankungen mit drei typischen und einigen assoziierten, atypischen Formen. Die drei Hauptvarianten der FTD manifestieren sich im Anfangsstadium hauptsächlich durch Persönlichkeits- und Verhaltensveränderung (bei der behavioralen Variante der FTD) oder durch sprachliche Veränderungen (sogenannte Primär Progrediente Aphasien). 

Aktuell sind zwei Studien zum Thema FTD bei uns aktiv: 

Das Konsortium zur Erforschung der frontotemporalen Lobärdegeneration (FTLD-c): 

Das FTLD-Konsortium ist eine deutsche multizentrische Beobachtungsstudie, die seit 2011 Personen mit einer FTD über längere Zeit beobachtet, mit dem Ziel das Krankheitsbild und den Verlauf der FTD besser zu verstehen. Dazu wird bei Teilnehmenden jährlich eine ausgiebige Untersuchung inklusive MRT, Blutentnahme und neuropsychologischer Testung durchgeführt. Weitere Informationen zur Studie finden sich ebenfalls unter www.ftld.de

Genetic Frontotemporal Dementia Initiative (GENFI): 

Man geht davon aus, dass eine FTD bei 10-20% der erkrankten Personen auf eine genetische Ursache zurückzuführen ist. Die GENFI Studie ist eine internationale Beobachtungsstudie, die sich spezifisch mit den genetischen Varianten der FTD beschäftigt. Das bedeutet, dass an dieser Studie lediglich Personen teilnehmen können, die entweder selbst eine genetische Form der FTD haben, oder mit einer, an einer genetischen Form der FTD erkrankten Person, verwandt sind. 

Kontakt: 

Bei Interesse an der Studienteilnahme oder bei Fragen dazu kontaktieren Sie bitte: 

Fabiola Böhm (Psychologin, M. Sc.):
Tel: 0345 557 2954
Mail: Fabiola.Boehm☉uk-halle.de 

Marie Söntgerath (Psychologin, M. Sc.):
Tel: 0345 557 3369 
Mail: Marie.Soentgerath☉uk-halle.de 

Gesprächsgruppe für Angehörige von Menschen mit Frontotemporaler Demenz 

Ort: Universitätsklinikum Halle, Ernst-Grube-Str. 40, 06120 Halle (Saale)
Ansprechpartnerin und Anmeldung: Marie Söntgerath
Telefon: 0345 557 3369
Mail: Marie.Soentgerath☉uk-halle.de

Angebote der Psychiatrischen Institutsambulanz 

Telefon: 0345 557 3640
Fax: 0345 557 3537
Mail: kpsy_amb☉uk-halle.de

Telefon: 0345 557 3639
Mail: hilfebeimhelfen☉uk-halle.de

Weitere Informationen zum Thema Demenz finden Sie hier: 

Leiter der Gedächtnissprechstunde 

Weitere ärztliche Mitarbeitende

  • Prof. Dr. med. Christopher Weise, Leitender Oberarzt
  • Dr. med. Jonas Ranke, Assistenzarzt
  • Dr. med. Konstantin Hauschild, Assistenzarzt

Neuropsychologische Betreuung 

  • Fabiola Böhm, Psychologin (M. Sc.)
  • Marie Söntgerath, Psychologin (M. Sc.)