Die aktive Beteiligung von Patientinnen und Patienten, Zugehörigen oder anderen Bürgerinnen und Bürgern an Forschungsprojekten wird als sogenannte „partizipative Forschung“ bezeichnet. Gründe für die Beteiligung an der Forschung sind zum einen mögliche inhaltliche Verbesserungen, beispielsweise durch die Auswahl von gesellschaftlich relevanten Themen. Weiterhin wird die Beteiligung an der Forschung auch als Recht von Bürgerinnern und Bürgern angesehen, zumal viele Forschungsprojekte mit Steuergeldern untestützt werden.
Der „Bürgerbeirat partizipative Forschung“ am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universitätsmedizin Halle/Saale wurde 2025 im Anschluss an mehrere Einzelprojekte, die unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern durchgeführt wurde, gegründet.
Auf dieser Website finden Sie einige Informationen zu Zielen, Mitwirkenden und aktuellen Aktivitäten.
Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger an der Forschung kann in einem unterschiedlichen Ausmaß erfolgen. Beispiele sind die Einbeziehung in und Information über Forschungsprojekte als Vorstufen der Beteiligung (Partizipation), die „Mitbestimmung“ über einzelne Bereiche der Forschung bis hin zu Projekten, in denen Bürgerinnen und Bürger, die nicht beruflich Forschen, die Kontrolle über die Projekte haben.
Die Aufgaben des „Bürgerbeirat partizipative Forschung“ sind einerseits der Austausch und die Diskussion über laufende und zukünftige Forschungsvorhaben am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universitätsmedizin Halle/Saale. Andererseits besteht die Möglichkeit der Mitwirkung an konkreten Forschungsprojekten.

Jutta Franz
Veronika Kosemetzky
Laura Miete
Gabriele Vaitaityte
Aktuell
Im Projekt PräEinsamAltKI werden Bürger*innen in die Entwicklung und Bewertung von technischen Lösungsansätzen einbezogen, mit denen Einsamkeit in der häuslichen Umgebung erkannt und insbesondere vorgebeugt werden soll. Dafür steht eine Musterwohnung in Köthen zur Verfügung, in der Smart-Home-Technologie ausprobiert und live erfahren werden kann.
Abgeschlossen
Im Projekt iSedPall hat sich eine Gruppe aus Bürger*innen über die gesamte Projektlaufzeit von drei Jahren aktiv eingebracht. In über 20 Treffen wurden u.a. Fallbeispiele und Interviews diskutiert sowie als ethisches Unterstützungsmaterial eine Broschüre für Angehörige und Patient*innen entworfen, die nun über die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin bezogen werden kann.