Wichtige Informationen für Ihren Besuch

Damit wir Sie gut behandeln können, bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit: 

  • Ihre Krankenversicherungskarte
  • Eine Überweisung von Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt
  • Vorbefunde: Letzter Pap-Abstrich und HPV-Diagnostik
  • Falls vorhanden weitere Befunde (z. B. Arztbriefe, Laborwerte, Bilder, OP-Berichte, histologische Befunde etc.)
  • Bitte kommen Sie pünktlich, falls Sie Ihren Termin nicht wahrnehmen können, geben Sie uns bitte rechtzeitig Bescheid
  • Kontakt bei Fragen: Telefon: 0345 557-1866, E-Mail: gynaekologischeambulanz@uk-halle.de

 

Wo finden Sie uns?

Bitte gehen Sie vom Haupteingang zur Patienteninformation.
Dann nehmen Sie den ersten Gang (vor der großen Treppe im Foyer) links und gehen geradeaus auf die Glastür zu.

 

Warum wurden Sie in eine Dysplasiesprechstunde überwiesen?

In regelmäßigen Abständen werden bei Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt Zellen aus dem Gebärmutterhals mit Hilfe eines Abstrichs abgenommen, in einem zytologischen Labor gefärbt und mikroskopisch untersucht (kurz Pap-Abstrich). Zusätzlich erfolgt, in Abhängigkeit Ihres Lebensalters, eine Testung auf humane Papillomaviren (HPV). Ist einer der Befunde auffällig bzw. wiederholt auffällig kann eine Dysplasie vorliegen und muss abgeklärt werden.

Bei Ihnen wurden Auffälligkeiten im Bereich der Vulva oder Vagina festgestellt und sollen abgeklärt werden? Auch diese erfolgt im Rahmen einer Dysplasiesprechstunde.

 

Was ist eine Dysplasie?

Eine Dysplasie ist eine Veränderung der oberflächlichen Zellschichten die eine KrebsVORstufe (intraepitheliale Neoplasien: IN) darstellt. Das Wort „Krebs“ beunruhigt viele Betroffene. Jedoch stellt die Dysplasie KEINE Krebserkrankung dar. 

Die häufigste Ursache ist eine lokale Infektion mit humanen Papillomaviren. Diese werden meist über Geschlechtsverkehr übertragen und sind in der Bevölkerung weit verbreitet.

Am häufigsten ist der Gebärmutterhals betroffen (Cervikale intraepitheliale Neoplsie CIN). Allerdings können Dysplasien auch im Bereich der Vulva (VIN), der Vagina (VAIN) oder am Anus (AIN) auftreten. Dysplasien werden nach Ihrer Ausdehnung in den oberflächlichen Zellschichten eingeteilt: Im Bereich des Gebärmutterhalses wird eine CIN I, CIN II und CIN III unterschieden.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung von Dysplasien hängt von der Ausdehnung und somit vom Grad der Veränderung ab. Am Beispiel des Gebärmutterhalses gibt es unterschiedliche Vorgehen:

CIN I: leichte Krebsvorstufe. In der Mehrheit der Fälle heilt eine leichte Krebsvorstufe von alleine wieder aus. Eine Behandlung ist meist nicht nötig, jedoch eine regelmäßige Kontrolle.

CIN II: mittelgradige Krebsvorstufe. Auch eine mittelgradige Krebsvorstufe heilt in ca. 50% der Fälle von alleine wieder aus. Das weitere Vorgehen ist auch abhängig vom Alter. In jedem Fall ist eine regelmäßige Kontrolle erforderlich.

CIN III: hochgradige Krebsvorstufe. In der überwiegenden Anzahl der Fälle ist eine operative Therapie (Loop-Konisation) notwendig

 

Was erwartet sie bei uns?

Es erfolgt eine Anamnese, eine kurze Besprechung der vorliegenden Befunde sowie eine gynäkologische Untersuchung: es wird durch ein Vergrößerungsglas (Kolposkop) der Muttermund, die Vagina und die Vulva betrachtet. Manchmal ist eine erneute Abstrichentnahme notwendig. Um auffällige Befunde besser darzustellen wird eine spezielle Lösung aufgetragen. Ziel ist es auffällige Areale zu detektieren und eine Probe (Biopsie) zu entnehmen. Diese wird zur weiteren Untersuchung an unseren Gewebsspezialisten (Pathologen) geschickt. In manchen Fällen schließt sich eine Ultraschalluntersuchung an. Nach der Gewebeentnahme ist eine leichte Blutung zu erwarten. In der Regel ist die Versorgung mit einer Vorlage oder einem Tampon ausreichend.

 

Was ist zu beachten?

Vor der Untersuchung

  • 48 Stunden vorher keinen Geschlechtsverkehr

  • Tampons, Menstruationstassen, Vaginalpessare, Verhütungsringe etc. können bei uns Vorort entfernt und wieder eingelegt werden

Nach der Untersuchung

  • Nicht baden (weder Pool noch Badewanne), nur duschen, keine Sauna, kein Geschlechtsverkehr, nur Vorlagen verwenden, keine Tampons - die Maßnahmen sollen das Risiko für eine Infektion minimieren und für den Zeitraum der Blutung eingehalten werden (Blutungsdauer ca. 2-3 Tage)

  • Bei Schmerzen ist die Anwendung von Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol unbedenklich solange keine Allergien vorliegen

  • Bei stärkeren Beschwerden/Blutungen (anhaltend überregelstark): Kontaktieren Sie die Ambulanz der Gynäkologie, außerhalb der regulären Sprechzeiten ist jederzeit der ärztliche Bereitschaftsdienst (Telefonnummer: 116 117) oder unsere Notaufnahme (Telefonnummer: 0345 557 5860) zu erreichen

  • Für diesen Tag können Sie einen Krankenschein erhalten

 

Befund und Nachbesprechung:

Bis uns alle Befunde von Ihrer Untersuchung vorliegen braucht es etwa 2 Wochen. Diese werden in einem Brief an Ihre Frauenärztin/Ihren Frauenarzt übermittelt mit einer entsprechenden Empfehlung unsererseits. Im Falle es liegen keine auffälligen Befunde vor wird Ihre Frauenärztin/Ihr Frauenarzt die Befundbesprechung durchführen und mit Ihnen einen neuen Termin zur Abstrichkontrolle vereinbaren.

Im Falle es liegen auffällige Befunde vor, melden wir uns bei Ihnen persönlich telefonisch und besprechen das weitere Vorgehen.

 

Hier finden Sie die Informationen zusammengefasst zum Download: Merkblatt